Rostock, 16.Oktober: Solidarität mit der syrischen demokratischen Opposition

Rostock, 16.Oktober: Solidarität mit der syrischen demokratischen Opposition

 

Nachdem Anfang Oktober eine Genossin der Internationalen Welle (IW) in Güstrow von einem Anhänger des Assad-Regimes angegriffen, sexuell belästigt und bedroht wurde, haben am Samstag, den 16.10., Aktivist*innen der IW und der Sozialistischen Alternative (SAV) auf dem Doberaner Platz in Rostock einen erfolgreichen Infostand veranstaltet um Solidarität mit der syrischen demokratischen Opposition zu zeigen und mit den Menschen vor Ort ins Gespräch zu kommen.Mit Plakaten machten wir auf die aktuelle Situation in Syrien aufmerksam, verteilten dazu viele Flugblätter an interessierte Passant*innen und boten die Zeitung der SAV an.

 

 

 

 

Eine junge Aktivistin der IW hielt eine kämpferische Rede, in der sie beschrieb, dass das Assad-Regime seine Herrschaft durch massive Korruption festigen konnte und dabei auch zur Stärkung und Unterstützung von islamistischen Milizen, etwa durch Amnestien für Inhaftierte, beitrug, während es gleichzeitig brutal und mörderisch gegen revolutionäre Bewegungen und demokratische Opposition vorging. Sie schloss mit folgenden Worten:

Wir verurteilen diesen Angriff auf unsere Genossin und werden alle rechtlichen Schritte gegen diese Bedrohungen ergreifen. Genauso werden wir unsere politische Aktivität gegen das diktatorische Assad-Regime und gegen die konterrevolutionären Kräfte, die mit den Islamisten und dem türkischen Regime verbundenen sind, fortsetzen, um ein vereintes, demokratisches, dezentralisiertes Syrien frei von jeglicher Form militärischer Besetzung, auch nicht durch Russland, zu erreichen.“

 

Wir kamen mit einigen Menschen ins Gespräch, darunter Leute aus Syrien, aus Deutschland und aus der Türkei. Ein Mann aus Syrien brachte uns, nachdem er seine Wut auf das Assad-Regime deutlich zum Ausdruck gebracht hatte, auch noch einige Flaschen Wasser. Aus unserem Lautsprecher erklang die Internationale auf Arabisch und auf Deutsch und auf Englisch der Klassiker „Solidarity forever“.

 

 

Für manche der Angesprochenen war das Thema Syrien weit weg von ihrem Alltag hier in Deutschland, aber einzelne Leute, mit denen wir länger ins Gespräch kamen, hoben gerade den Aspekt hervor, dass sie es wichtig finden, sich international solidarisch zu zeigen. Nach eindringlichen Schlussworten von Wissam (aktiv in der IW und der SAV), der noch einmal Frieden und Freiheit für Syrien forderte, beendeten wir die Aktion mit Sprechchören von „Hoch die Internationale Solidarität!“